Es ist zum Alltag geworden: Die Welt um uns herum erleben wir oftmals mit einer musikalischen Untermalung, die uns über Kopfhörer direkt ...
Es ist zum Alltag geworden: Die Welt um uns herum erleben wir oftmals mit einer musikalischen Untermalung, die uns über Kopfhörer direkt in unsere Gehörgänge transportiert wird. Beobachtet man die Menschen, die einem über den Weg laufen, so fällt auf, dass viele von ihnen Kopfhörer tragen und wohl ihren ganz persönlichen Soundtrack des Tages hören. Umso beeindruckender finde ich es, wenn an einem Abend 19.000 Menschen zusammenkommen und ihrer Lieblingsband zujubeln. Die Kopfhörer verschwinden in den Hosentaschen. Gemeinsam mit tausenden fremden Menschen singt und tanzt man zu Musik, zu der jeder eine ganz persönliche Verbindung hat. Das individuelle Musikerlebnis wird zu einem kollektiven mit seinen ganz eigenen Reizen.
Spannende Geschichten werden nicht mehr nur in 90 Minuten Film erzählt, sondern in unzähligen Serien-Folgen, die teils echte Kino-Ästhetik...
Spannende Geschichten werden nicht mehr nur in 90 Minuten Film erzählt, sondern in unzähligen Serien-Folgen, die teils echte Kino-Ästhetik zeigen. Serien sind zum Trend geworden. Ein Trend, der aus den USA stammt und seit einiger Zeit auch in Deutschland (besonders dank Netflix und Co.) immer mehr begeisterte Anhänger findet. So kommen die Serien inzwischen längst nicht mehr nur aus den USA, sondern beispielsweise aus Belgien, Norwegen, Israel oder eben auch aus Deutschland. Dabei investieren wir als Zuschauer oftmals unzählige Stunden, um herauszufinden, ob sich Walter White zu einem der größten Drogenbosse entwickelt oder Frank Underwood tatsächlich zum Präsidenten der Vereinigten Staaten vereidigt wird.
Wie viel Zeit wir wirklich für unsere Lieblingsserien investieren berechnet übrigens folgende Seite: http://tiii.me
Ich bin ein großere Fan von Serien, weil mich die Möglichkeiten im Bezug auf die Entwicklung von Figuren immer wieder fasziniert. Meine neuste Entdeckung ist dabei die Serie Rectify. Ein Trailer sagt womöglich mehr als tausend Worte:
Mein bisheriges Fazit nach 6 Folgen: die schauspielerischen Leistungen ist wirklich beeindruckend und die Cliffhanger sorgen immer wieder dafür, dass ich statt einer Folge dann doch zwei oder drei schaue.
Seit Kurzem ist außerdem Awake auf Netflix abrufbar. Die Serie aus dem Jahr 2012 erzählt die Geschichte des Polizisten Michael Britten, der nach einem Autounfall in zwei voneinander getrennten Realitäten lebt. In einer davon überlebt er gemeinsam mit seinem Sohn den Unfall, in der anderen muss er mit seiner Frau den Verlust des eigenen Sohnes verkraften. Immer wenn Michael einschläft, wechselt er auch die Realitäten und beginnt diese bald auch für die Auflösung seiner Kriminalfälle zu nutzen. Sie Serie ist absolut empfehlenswert, allerdings sollte man davon absehen die synchronisierte Fassung zu schauen, denn die Stimmen – besonders die weiblichen – wirken leider sehr aufgesetzt.
...und wenn wir schon bei dem Thema Serien sind: Bayreuth – ja, die Stadt mit Wagner und den Festspielen – hat seit zwei Wochen eine eigene Sitcom. Ich muss zugeben, dass ich nicht der größte Sitcom-Fan bin, wobei ich trotzdem einige Favoriten aufzählen könnte. Die Bayreuther Sitcom soll hier auch erwähnt werden und zwar nicht nur weil ich selbst in Bayreuth studiert habe, sondern weil das medienwissenschaftliche Abschlussprojekt Flatmate, das studentische Leben in einer WG auf eine sehr sympathische Weise vermittelt. Über die eingespielten Lacher lässt sich streiten und auch die schauspielerische Leistung überzeugt nicht immer, aber man merkt deutlich wie viel Liebe und Herzblut die Beteiligten in das Projekt gesteckt haben. Inzwischen sind zwei von drei Folgen bereits online abrufbar. Die letzte Folge wird am 10. Februar auf der Seite des Nordbayerischen Kuriers veröffentlicht: KLICK